Dienstag, 30. September 2008

CSU-Krise: Ende des Burgfriedens zwischen Kapital und Arbeit

zum Artikel

In der Mainstream-Presse wird nur die Oberfläche des Wahldebakels der CSU angekratzt. Deshalb hat Pickelhering für die Online-Ausgabe des Magazins marx21 eine ausführliche Analyse der Landtagswahl in Bayern verfasst:

Die erdrutschartige Wahlniederlage der "Christlich-Sozialen" hat mit der Qualität des politischen Personals nicht viel zu tun. Denn unabhängig davon, wer die CSU führt, kann sie sich nicht länger als eine "Volkspartei" präsentieren, die erfolgreich die unterschiedlichen Interessen von Arbeitnehmern und Unternehmern unter einen Hut bringt.
>> Artikel zum Ausdrucken (5 Seiten, pdf, 111 KB) <<

Das Wahldesaster der CSU sei "mit Sicherheit nicht das Ergebnis von wenigen Monaten des Wahlkampfes oder von einem Jahr", sagte CSU-Chef Erwin Huber. So weit richtig. Gemeint hat er aber nicht das Ende eines Regierungsmodells, sondern gab damit indirekt dem ehemaligen Ministerpräsidenten Edmund Stoiber eine Mitschuld. Stoiber ist das gute Ergebnis für seine Partei bei der Landtagswahl 2003 in der Tat zu Kopf gestiegen. Doch der politische Erdrutsch in der Alpenrepublik - minus 17,3 Prozent gegenüber der Landtagswahl 2003 - ist keine Frage des Personals. Daran hätte auch ein Franz Josef Strauß nichts ändern können.

Die CSU konnte sich schon seit geraumer Zeit nicht mehr als jene typisch bayerische "Volkspartei" präsentieren, die erfolgreich die unterschiedlichen Interessen von Arbeitnehmern und Unternehmern unter einen Hut bringt. Dem Modell des Burgfriedens zwischen Kapital und Arbeit hat die Stagnationskrise des Kapitalismus auch im vergleichsweise wohlhabenden Bayern die Grundlage entzogen.

Laptop und Lederhose

Als sich ab den 70er Jahren im landwirtschaftlich geprägten Bayern eine moderne Industrie entwickelte und die CSU die Ansiedlung von Automobil-, Rüstungs- und später IT-Unternehmen kräftig förderte, wurde ein Teil der steigenden Steuereinnahmen und Subventionen aus Bundes- und EU-Töpfen eingesetzt, um die Bildung und soziale Leistungen zu finanzieren. Bayern war nicht, wie sozialdemokratisch regierte Bundesländer, durch den Niedergang der Montanindustrie und damit verbundene hohe Arbeitslosigkeit belastet.

Franz-Josef Strauß hat die den Erfolg der CSU ausmachende Mischung aus Tradition und Moderne in den Satz gegossen: "Konservativ sein heißt, an der Spitze des Fortschritts marschieren." Als 1998 der damalige Bundespräsident und gebürtige Niederbayer Roman Herzog das mit dem griffigen Slogan "Laptop und Lederhose" ausdrückte, war das Haltbarkeitsdatum dieses wertekonservativen Staatskapitalismus bereits überschritten. Vier Jahre zuvor hatte Stoiber die "Offensive Zukunft Bayern" gestartet: Privatisierungserlöse, zum Beispiel aus dem Verkauf des Energieunternehmens Viag, wurden in einem Fond gesammelt, aus dem die Landesregierung Projekte in den Sektoren Hochtechnologie und Bildung mit finanzierte. Laut Handelsblatt arbeiteten Mitte vergangenen Jahres "fast 60 Prozent aller Beschäftigten des verarbeitenden Gewerbes in Bayern in High-Tech-Branchen."

Widerstand gegen Profitgier

Doch der härter werdende Konkurrenzkampf auf den (Welt-)Märkten ist auch an Bayern nicht vorüber gezogen. In den vergangenen Jahren wanderten Betriebe ab und oder wurden geschlossen, wie zum Beispiel das AEG-Werk in Nürnberg, sowie das Infineon- und BenQ-Werk in München. Gegen alle drei Schließungen haben sich die Belegschaften heftig gewehrt.

Im Jahr 2006 ist der Streik bei AEG Nürnberg bundesweitdeutschlandweit zum Symbol des Widerstands gegen ein System geworden, das den Aktienkurs in die Höhe schnellen lässt, wenn Arbeitsplätze vernichtet werden: Der Konzernvorstand wollte höhere Gewinne, um die internationale Konkurrenz zu verdrängen. Deshalb sollte die Produktion ins Ausland verlagert werden. Unter anderem ins polnische Zarow, eine so genannte Sonderwirtschaftszone, in der besonders günstige Bedingungen für Konzerne herrschen: niedrige Löhne, schwache Gewerkschaften, keine Betriebsräte.

Da es in Nürnberg und im Umland keine entsprechenden Arbeitsplätze gibt, war den streikenden Kollegen klar, dass ihnen Hartz IV droht. Die CSU hat keine ernsthaften Anstrengungen zur Rettung der Betriebe unternommen. Auch das hat die Partei Sympathie gekostet.

Wer regiert, verliert

Während Rot-Grün mit der Agenda 2010 das bisher größte Sozialabbau-Programm in der Geschichte der Bundesrepublik startete, verschärfte auch die CSU die Gangart und rückte die Sanierung des Landeshaushaltes ins Zentrum ihrer Politik.

Offenbar fühlte sich die CSU und ihr Ministerpräsident durch das Ergebnis der Landtagswahlen 2003 stark genug, den Kürzungskurs ohne größere Blessuren durchzuhalten. Sie erhielt damals 60,7 Prozent der Wählerstimmen. Das war das zweitbeste Ergebnis in der Parteigeschichte.

Im Sozial- und Bildungsbereich wurden große Summen eingespart. 2004 wurden bei einem Gesamthaushalt von knapp über 30 Milliarden Euro etwa 1,6 Milliarden gekürzt, 160 Millionen allein im Sozialbereich und rund 60 Millionen bei der Versorgung und Betreuung von Flüchtlingen und Ausländern.

Die wöchentliche Arbeitszeit von Beamten und Landesangestellten wurde ohne Lohnausgleich auf 42 Stunden angehoben, und Urlaubs- und Weihnachtsgeld empfindlich gekürzt.

Bei den Bundestagswahlen im Herbst 2005 verlor die CSU 900.000 Wählerstimmen. Trotzdem verfolgte sie den Kürzungskurs weiter und legte für 2007/2008 einen "ausgeglichenen" Doppelhaushalt vor.

Stoibers Ruf innerhalb und außerhalb der CSU war zu diesem Zeitpunkt schon ruiniert und die Partei innerlich zerrissen. Ende 2007 kürte die CSU eine neue Doppelspitze: Erwin Huber wurde neuer CSU-Chef und der bisherige Innenminister Günther Beckstein bayerischer Ministerpräsident. Beide haben in dem einen Jahr, das seitdem vergangen ist, eine unglückliche Figur gemacht. Keiner konnte den Verfall der Volkspartei aufhalten. Denn der Widerspruch zwischen Kapital und Arbeit lässt sich eine Zeit lang zudecken. Manchmal auch über Jahrzehnte. Aber irgendwann bricht er auf. Das ist in Bayern geschehen.

Besonders hoch verloren die "Christlich-Sozialen" bei jungen Wählern, Arbeitern, Selbständigen und Angestellten. Nur unterdurchschnittlich wurde die CSU auch von Beamten und Angestellten gewählt.

Selbst im tiefschwarzen Ostbayern konnten die Partei ihren Verfall nicht aufhalten. In seinem Stimmkreis Dingolfing musste Parteichef Huber eine persönliche Niederlage einstecken. Zwar verteidigte er dort sein Direktmandat, doch er verlor massiv an Vertrauen. Bei der Landtagswahl 2003 ist Huber noch mit 67,5 Prozent der Stimmen gewählt worden. Dieses Mal waren es 20 Prozent weniger.

Freie Wähler

Drei Themen standen bei der Landtagswahl im Vordergrund: Wirtschaftspolitik, soziale Gerechtigkeit und Bildung. Obwohl die wirtschaftliche Lage Bayerns im Vergleich zu andren Bundesländern gut ist, haben viele Wähler das Gefühl, nicht vom Aufschwung zu profitieren.

Profitiert haben von dieser Stimmung vor allem die Freien Wähler, die mit Gerechtigkeitsthemen punkteten. 230.000 Stimmen sind von der CSU zu ihnen gewandert und sie haben 10,2 Prozent der Stimmen erhalten. Die Freien Wähler sind keine programmatisch einheitliche Partei. Ihr Profil ist ihr Engagement in den Kommunen und auch in Bürgerbewegungen wie der gegen den Bau einer 3. Startbahn am Münchner Flughafen.
Die Baupläne sorgten im betroffenen Freising für einen Stimmenverlust von 30 Prozent für die CSU.

In den Kommunen sind die als konservativ geltenden Freien Wähler stark verankert: Fast 40 Prozent aller Gemeinde- und Stadträte in Bayern sind parteifrei. Jeder dritte Bürgermeister ist Mitglied der Freien Wähler. Sie stellen mit 14 Landräten die zweitmeisten in Bayern. Ein Landrat ist der Hauptverwaltungsbeamten eines Landkreises oder Kreises. Er vertritt den (Land)Kreis nach außen.

In ihrem TV-Wahlwerbespot bieten die Freien Wähler eine aufgepeppete Variante der Lederhose- und-Laptop-Politik. Sie versprechen die Förderung des Mittelstandes und den Erhalt von Arbeitsplätzen, den Einsatz vor Ort für den Erhalt der Schulen und die Förderung erneuerbarer Energien. Mit den letzten beiden Themen haben sie einen deutliche Kontrapunkte zur CSU gesetzt. Sollten sie allerdings in eine Koalitionsregierung mit der CSU - und vielleicht auch der FDP - eintreten, wird sich das Image der "Wir kümmern uns"-Partei abnutzen. Denn in einer Landesregierung müssten sie Kürzungen mittragen, gegen die sie in den Kommunen tatsächlich oder vorgeblich kämpfen.

Keine Ypsilanti-SPD in Bayern

Im Gegensatz zur SPD unter Ypsilanti in Hessen hat sich die bayerische Sozialdemokratie nicht vom Kurs der Agenda-2010-Politik der bundesweiten Parteiführung distanziert. Als Protestpartei gegen Neoliberalismus kam sie deshalb nicht in Frage. Im Gegenteil: Die bayerische SPD hat 1 Prozent gegenüber der Wahl 2003 verloren und fuhr - wie die CSU - das schlechteste Ergebnis in ihrer Geschichte ein.

Zwar konnte die Partei der CSU ungefähr 80.000 Stimmen abnehmen, verlor aber gleichzeitig an DIE LINKE und die Freien Wähler. Auch die Übernahme der SPD-Führung durch die Parteirechte und Agenda-2010-Politiker wie Steinmeier und Müntefering dürfte der bayerischen SPD geschadet haben.

Dauerhafte Krise der "Volksparteien"

Der Vertrauenverlust der beiden "Volksparteien" CSU und SPD ist ein langfristiger Trend: Konnten die beiden Parteien bei der bayerischen Landtagswahl 1982 laut Tagesschau-Wahlmonitor noch rund 90 Prozent aller Stimmen auf sich vereinigen, waren es 2003 10 Prozent weniger. Dramatisch ist der Einbruch bei dieser Wahl: CSU und SPD kommen zusammen auf nur noch knapp 60 Prozent der Stimmen. Zu glauben, diese tiefe und langanhaltende Parteienkrise ließe sich einfach durch einen Personalwechsel in den Griff bekommen, ist eine Illusion.

Instabile Union

Bayern ist keine Ausnahme: Bundesweit bietet sich ein ähnliches Bild. Es wird viel über die Krise der SPD berichtet, doch die Union steht keineswegs gut da. Angela Merkel hingegen sieht die Union durch das Landtagswahlergebnis nicht geschwächt: "Für die Arbeit in der Großen Koalition heißt das für die nächsten Monate erst einmal, dass die Union weiter der Faktor der Stabilität ist", erklärte die Kanzlerin laut Spiegel-Online. Das gelte laut Merkel besonders vor dem Hintergrund der globalen Finanzkrise. Hier sei die Union in besonderer Weise gefragt. Denn das Wahlergebnis der SPD in Bayern zeige, dass sie diese Rolle nicht spielen könne.

Dass die Union gerade wegen der Finanzkrise ein "Faktor der Stabilität" sein soll, zeugt von Realitätsverlust. Neoliberale und Marktbefürworter müssen derzeit ihre Köpfe einziehen. Jahrelang haben sie Deregulierung gepredigt und durchgesetzt. Vorne mit dabei war stets die Union. Sie hat den Karren mit in den Dreck gefahren und deshalb schwindet auch das Vertrauen in die Konservativen.

Mehrere Landesbanken und die Mittelstandsbank IKB-Bank stecken im Spekulationssumpf fest. Für die Verluste werden die Steuerzahler zur Kasse gebenten. Sie sichern damit auch die Spekulanten selbst ab.
Für die Rettung von AEG, Infineon, BenQ konnte der Staat angeblich nichts tun. In Schulen und Kindergärten fehlt Geld und es regnet durch so manches Dach. Auch dafür war angeblich kein Geld da. Für Spekulanten und Aktionäre hingegen macht es die Bundesregierung locker. Das wird neben der SPD auch der Union angelastet.

Finanzkrise: Harte Zeiten

Mit der angeschlagenen deutschen Großbank "Hypo Real Estate" ist erstmals ein DAX-Konzern betroffen. Doch es wird nicht bei den Banken bleiben. Wirtschaftsforschungsinstitute haben ihre Wachstumsprognosen für das nächste Jahr signifikant nach unten korrigiert. Sie erwarten einen deutlichen Rückgang der Konjunktur und höhere Arbeitslosigkeit.

Vor diesem Hintergrund sah sich Finanzminister Steinbrück am vergangenen Donnerstag veranlasst, in einer Regierungserklärung die Bevölkerung auf harte Zeiten einzustimmen: "Unsere Realwirtschaft wird in Mitleidenschaft gezogen". Genau das hatten Union und SPD unisono noch vor Kurzem abgestritten. Beide Parteien werden versuchen, die Folgen der Finanzkrise auf die Bevölkerung abzuwälzen. Es ist unwahrscheinlich, dass die dadurch erzeugte Wut nicht auch die Union trifft.

Chancen für DIE LINKE

DIE LINKE in Bayern hat bei der Landtagswahl 4,3 Prozent der Stimmen erhalten und damit den Einzug in den Landtag nicht geschafft. "Siegeszug der Linken bricht ab" lautete eine Schlagzeile der "Financial Times Deutschland" am Wahlabend. Damit liegt das Blatt daneben. Denn um das Ergebnis korrekt einzuordnen, müssen mehrere Dinge berücksichtigt werden. In Bayern ist die LINKE das erste Mal zu Landtagswahlen angetreten. Sie ist dort noch eine kleine Partei mit knapp 3000 Mitgliedern. In der Fläche, vor allem auf dem Land, ist sie bisher nur schwach vertreten. Dafür ist das Ergebnis beachtlich. Bei der Bundestagswahl hat LINKE in Bayern 3,4 Prozent erhalten, also nochmals zugelegt - bei leicht gestiegener Wahlbeteiligung. In den letzten 12 Monaten hat die Partei 1000 Mitglieder gewonnen.

Überdurchschnittliche Ergebnisse konnte sie bei Arbeitslosen (14 Prozent) und bei Arbeitern (6 Prozent) erzielen. 5 Prozent der Angestellten gaben der LINKEN ihre Stimme.

Es gab aber auch Schwächen. Bei den Protesten gegen Bildungskürzungen oder den Bau der Startbahn 3 war die LINKE kaum sichtbar. In der Landeshauptstadt München ist es der LINKEN zudem nicht gelungen, die Mehrheit der Mitglieder in den Wahlkampf einzubeziehen. Mit 5,2 Prozent schnitt sie dennoch über dem Landesdurchschnitt ab.

DIE LINKE verleiht der Stimmung der Bevölkerung Ausdruck

Die LINKE hat auf das Thema soziale Gerechtigkeit gesetzt: In ihrem Sofortprogramm fordert sie Initiativen im bayerischen Landtag für einen Mindestlohn von 8,50 Euro, die Abschaffung der Studiengebühren und die Wiedereinführung der Pendlerpauschale. Des Weiteren fordert sie die Rücknahme der Verschärfung des bayerischen Versammlungsgesetzes und den Verzicht auf den Bau einer 3. Startbahn am Münchner Flughafen.

In ihrem Wahlspot spitzt die LINKE die soziale Frage zu: "Reichtum ist ungerecht verteilt", sagt zum Beispiel Anny Heike, DIE LINKE. Mittelfranken. "Deshalb wollen wir die Wiedereinführung der Vermögenssteuer und eine gerechte Besteuerung von Unternehmensgewinnen. Und damit können wir ihn Bayern eine gebührenfreie Bildung finanzieren."

Gegen Privatisierung lautet die Botschaft: "Busse und Bahnen, Schulen und Krankenhäuser gehören in die öffentliche Hand", so Heike weiter. Sie fordert ein entsprechendes Investitionsprogramm "in allen Regionen Bayerns." Damit spielt sie auf die sehr uneinheitliche Verteilung der Investitionen unter Stoiber und Co. an. Während die High-Tech-Branche im Großraum München gefördert wurde, hat die CSU für andere Regionen nichts oder nur wenig getan.

Solche Botschaften, die der Stimmung weiter Teile der Bevölkerung Ausdruck verleihen, haben noch zu wenige erreicht, um die LINKE in den Landtag zu bringen. Aber durch die Krise der CSU und der SPD sind die Chancen für DIE LINKE besser geworden. Sie hat also gute Möglichkeiten, neue Mitglieder und Wähler zu gewinnen.
>>Weiter im Takt...

Montag, 29. September 2008

Rhabarberbarbara

Video ansehen
Kennt ihr Rhabarberbarbara, ihre Rhabarberbarbarabar und ihre Stammkunden: die drei Rhabarberbarbarabarbarbaren? Nein?

Dann seht euch das Video an, sprecht es nach und lasst anschließend vom HNO-Doc eure Runge zichten, äh Zunge richten.


>>Weiter im Takt...

Glosse: Der Bulle Mehdorn



Bahnboss Harmut Mehdorn ist ein Genie auf seinem Gebiet. Niemand hat so brillante Ideen, um mehr Verkehr von der Schiene auf die Straße zu bringen. Ein Beispiel: Die globalen Finanzmärkte gehen in die Knie und auf dem Höhepunkt der Krise bringt er die Bahn an die Börse. Finanzanalysten sind bärisch gestimmt, aber Mehdorn geht ran wie ein Bulle. Was für ein Kerl!
Das mit der "Teilkapitalisierung" (umgangssprachlich für: verscherbeln) der Bahn beauftragte Bankenkonsortium rechnet wegen der Finanzkrise mit 10 Prozent weniger Verkaufserlös.

Aber es ist ja noch hin, bis zum Börsengang am 27. Oktober. Minus 20 Prozent müssten doch drin sein. Das scheint auch die Bundesregierung zu denken. Sie bekräftigte, trotz der Lage der Finanzmärkte am Zeitplan des Börsengangs festhalten zu wollen. Genau!
Nicht klotzen, sondern kleckern. Warum gierig sein und für die Bahn haben wollen, was sie wert ist? Öffentliches Eigentum? Weg mit dem Ramsch!

Für die Herkules-Aufgabe, eine solche Bruchlandung zu organisieren, kommt nur einer wie Mehdorn in Frage. Sein Handwerk hat er in der Flugzeugbranche erlernt - und die hat Ahnung von Abstürzen.

Sollte der Verkaufserlös noch niedriger ausfallen als erhofft, kann das Dreamteam Merkel-Mehdorn auf die Idee der beiden Chemnitzer "Sozialexperten" Thießen und Fischer zurückgreifen: Runter mit Hartz IV auf 132 Euro und die Kohle wäre in Null Komma Nix wieder drin.

Da blieben sogar ein paar Peanuts übrig für eine zweite Überweisung an Lehman Brothers. Oder man wartet noch sechs Monate und kauft gleich die USA. Die haben nämlich etwas, das Mehdorn auch begehrt: Keinen funktionierenden Personenverkehr auf der Schiene.
>>Weiter im Takt...

Samstag, 27. September 2008

Selbstmorde und falsche Smart-Fahrer: Zwei Kurzfilme über den Klimawandel


(Foto: Danny McL/flickr.com)
Der CO2-Ausstoß steigt rasant, seit 2000 viermal schneller als im vorherigen Jahrzehnt. In der Arktis kann man die Folgen beobachten: Das Eis ist in diesem Sommer stärker geschmolzen als bisher. Schneller als es die Klimawisenschaftler vorhergesagt haben.

Das Gefährliche daran: Es gibt "Kippelemente" im Klimasystem. Überschreitet die Erwärmung bestimmte Grenzen, kippen bestimmte Prozesse und laufen grundsätzlich (und möglicherweise unumkehrbar) anders - und für Menschen ungemütlicher - ab als vorher. Die Erde erwärmt sich dann noch schneller.

Die Zeit drängt, den Ausstoß von Treibhausgasen zu stoppen. Das thematisiert drastisch der Kurzfilm "Tiere" der Umweltorganisation Quercus:

Der Text im Abspann bedeutet: "Globale Erwärmung. Wenn wir aufgeben, werden auch sie aufgeben."

Sehenswert ist auch der "etwas andere SMART-Spot" von Greenpeace. Hintergrund ist das "Greenwashing" der Konzerne: Wenn Klimasünder sich ein grünes Mäntelchen umhängen:


Aktiv werden: Wer etwas tun will, der kann sich an der campact-Aktionstour gegen neue Kohlekraftwerke beteiligen. Aktionen gibt es in 11 Städten. >> Zum Tourplan...
>>Weiter im Takt...

Freitag, 26. September 2008

Aus dem Ärmel geschüttelt



Pickelhering hat neue Web-Fundstücke für euch aus dem Ärmel geschüttelt: Wenn Bienen an die Börse müssen, warum es doch keinen Klimawandel gibt, wo Abmahnanwälte hingehören, über deutschen Casino-Kapitalismus und eine Wahrheit über Oliver Kalkofe, die weh tut.
>>Weiter im Takt...

"Ein Krankenhaus muss wie eine Autofabrik funktionieren"



120.000 sind am Donnerstag zur "Rettung der Krankenhäuser" in Berlin auf die Straße gegangen - ein breites Bündnis "von Ärzten und Pflegepersonal, ihren Gewerkschaften und Arbeitgebern, vom Deutschen Pflegerat und der Deutschen Krankenhausgesellschaft und von allen Spitzenverbänden der Kommunen und der Freien Wohlfahrtspflege", sagt ver.di.

Es war die größte Demonstration in der Geschichte des bundesrepublikanischen Gesundheitswesens. Der Protest war überfällig.
Einem Drittel der Krankenhäuser droht die Pleite. In den Kliniken sind in den letzten 10 Jahren 100.000 Arbeitsplätze abgebaut worden, die Hälfte davon in der Pflege. Gleichzeitig ist die Zahl behandelter Fälle um 15,5 Prozent gestiegen.

Die von der Politik verursachte Unterfinanzierung der Kliniken hat Folgen: schlecht versorgte Patienten, übermüdetes Personal und gefährliche Pflege: Selbst in Notfällen, zum Beispiel bei einem Herzinfarkt, müssen Patienten warten. Laut dem Deutschen Pflegerat, kann eine sichere und qualitativ hochwertige versorgung der Patienten nicht mehr garantiert werden.

Durch die seit Jahren vorangetriebene neoliberale Umgestaltung des Gesundheitssystems können die Krankenhäuser . Das Perfide an der schwarz-roten Gesundheitspolitik: Die schlechte Lage in den Kliniken muss als Argument für weitere Privatisierungen herhalten. Ab 2009 drohen weitere Verschlechterungen.

Über den Auslöser und die Vorgeschichte des heutigen Protestes habe ich bereits an anderer Stelle berichtet: "ver.di und Marburger Bund warnen vor Pflegenotstand".

Empfehlen möchte ich zwei Hintergrund-Artikel:

Mehr im Internet:
  • Statements des Demo-Organisators: "Aktionsbündnis - Rettung der Krankenhäuser"
>>Weiter im Takt...

Mittwoch, 24. September 2008

KfW: Computer sind nicht unsere Stärke!

Hier der ultimative Bild-Beweis: Die KfW-Bankengruppe muss zugeben, dass es sich bei der Überweisung von 300 Millionen Euro an die kurz vor der Pleite stehende Investmentbank Lehman nicht um eine "technische Panne" gehandelt hat. Es waren schlicht "Vollidioten" am Werke:


(Quelle: ftd.de / eigene Bildmontage)
>>Weiter im Takt...

Sonntag, 21. September 2008

SPD, zur Sonne, zur Freiheit


Gurkentruppe war gestern. Nach dem Rücktritt des Bolschewiken Kurt Beck hat die SPD endlich die Chance, aus dem dunklen Vergangnen in eine leuchtende Zukunft zu treten. PR-Profi Pickelhering weist den Weg vorwärts - und sagt, was Parteimitglieder unbedingt unterlassen sollten:

Megaout ist, ...

1. Mitglied der Arbeitsgemeinschaft "Sozialdemokraten in der SPD" zu sein.
2. früher Rente zu beantragen als Müntefering.
3. Andrea Nahles für Miss Deutschland zu halten.
4. sich die Haare zu färben.
5. Adoptivkinder und Erdgas aus Russland zu importieren.
6. Konflikte friedlich zu lösen.
7. soziale Gerechtigkeit zu fordern.
8. Wahlen zu gewinnen.

Erfolgversprechend ist, ...

1. der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft beizutreten.
2. Freizeit abzuschaffen. Dann kann sich im Alter keiner auf die faule Haut legen.
3. die SPD-Gesichtsälteste Gesine Schwan zur Miss World zu küren.
4. sich graue Haare wachsen zu lassen.
5. russische Billigarbeiter zu importieren.
6. einen lukrativen Krieg zu provozieren und es den Grünen in die Schuhe zu schieben.
7. alle Sozialleistungen abzuschaffen und zu behaupten: "Das war der Lafontaine!"
8. für eine sozialliberale Koalition unter einem Kanzler Westerwelle zu werben.
>>Weiter im Takt...

Aus dem Ärmel geschüttelt

Wie Riesen Zwerge ausbeuten, Arbeitslose an eine Investmentbank kommen und warum Beck in Münteferien geht. Links, für euch aus dem Ärmel geschüttelt.
>>Weiter im Takt...

Mittwoch, 17. September 2008

Die Wahrheit über Zeit-Arbeit

Wenn ihr auf Stellensuche seid und zu den dynamischen Leistungs- und Rolexträgern gehören wollt, bei denen der Tag 48 Stunden hat, dann ist dies euer Traumjob: Arbeit in der vierten Dimension. taz.de sagt die Wahrheit über die neue Boombranche.

Die Wahrheit über Zeit-Arbeit

Pickelherings Lesebefehl:
>>Weiter im Takt...

Dienstag, 16. September 2008

Jungs Dolchstoßlegende



Originell ist er nie gewesen, der deutsche "Verteidigungsminister" Jung. Deshalb hat er sich bei der Obersten Heeresleitung (OHL) ein bisschen Propaganda ausleihen müssen, um den Bundeswehreinsatz in Afghanistan zu rechtfertigen. Der ist laut Jung erfolgreich. Aber an der Heimatfront gibt es ein Problem.


Dort fordern Leute, die man früher als "vaterlandslose Gesellen" verunglimpft hätte, den Abzug der deutschen Truppen, zum Beispiel DIE LINKE und Abgeordnete der Grünen. Sogar ein "Nestbeschmutzer" aus Jungs eigenem Parteistall ist dabei.


Diese Forderungen seien den "Extremisten" in Afghanistan bekannt, sagte Jung bei einem Besuch in Kabul, und deshalb würden Anschläge auf Bundeswehrsoldaten verübt, um die deutsche Bevölkerung gegen den Einsatz aufzubringen. Wer einen Abzug der Truppen fordere, spiele den "Extremisten" in die Hände. "Ich kann nur diejenigen in Deutschland dringend auffordern, Forderungen einzustellen, im Hinblick auf einen Rückzug aus Afghanistan, weil das diese Aktivitäten noch bestärkt und somit die Sicherheit unserer Soldaten eher gefährdet", so Jung weiter.

Die Truppen sind im Felde unbesiegt, aber sie erhalten einen Dolchstoß von hinten. Friedensbewegte sind mit schuld an Gewalt. Wo die Regierung gegen den Willen der Bevölkerung handelt, hat solch abgedroschenes Gequassel Konjunktur.

Es ist nicht notwendig, die deutsche Bevölkerung gegen die Bundeswehreinsätze aufzubringen, denn sie ist es schon. Über 80 Prozent sind dagegen, 55 Prozent fordern sogar einen zügigen Abzug der deutschen Truppen.

So ganz mag sich der regelmäßig für negative Schlagzeilen sorgende Bundesminister aber nicht auf die Linie eines Ludendorff oder Hindenburg begeben. Die wussten immerhin, wovon sie redeten: vom Krieg. Doch den mag Jung in Afghanistan nicht erkennen. "Ich verstehe unter Krieg etwas anderes", meinte er. Als ob die Bundeswehr am Hindukusch Kamelle werfen würde. Das ist offensichtlich nicht der Fall. Friedensminister ist er demnach nicht. Wo er den Eindruck zu erwecken versucht, kauft ihm das die Mehrheit der Bevölkerung nicht ab. Kriegsminister ist die treffende Berufsbezeichnung. Davon, also von der Wahrheit, will Jung nichts wissen.

Verteidigungsminister, das geht allerdings auch nicht. Denn die NATO-Truppen sind ja nach offizieller Lesart nicht in der Defensive. Doch seit Wochen jedenfalls sterben in Afghanistan mehr Soldaten der USA und ihrer Verbündeten als im Irak - und die Angriffe auf die NATO-Truppen nehmen zu.



Ein Blick ins Geschichtsbuch wäre hilfreich. "Mit 13000 der Zug begann, einer kam heim aus Afghanistan", dichtete Theodor Fontane. Gemeint war die Niederlage der britischen Besatzungsmacht 1841/42. 1842 wurden alle sich aus Kabul zurückziehenden britischen Soldaten (samt Familienangehörigen) von afghanischen Aufständischen getötet - mit Ausnahme eines Militärarztes.

Der zweite anglo-afghanische Krieg ab 1878 war für die britischen Besatzer zwar erfolgreicher, aber die Truppen wurden auch 1881 wieder abgezogen. Der dritte Krieg 1919 beendete die 60-jährige britische Vorherrschaft. Großbritannien musste die Unbhängigkeit Afghanistans anerkennen.

Wer in der Geschichte nicht so weit zurückgehen will, sollte die Russen fragen. Obwohl sie Afghanistan mit 130.000 Soldaten besetzt hielten, mussten sie nach 10 Jahren dem afghanischen Widerstand nachgeben und abziehen. Zum Vergleich: derzeit sind etwa 60.000 ausländische Soldaten (ISAF und OEF) in Afghanistan.

Jung will trotzdem mehr Truppen nach Afghanistan schicken - und Bush welche aus dem Irak dorthin verlegen. Das wird zu mehr Blutvergießen führen. Eine alte Weisheit lautet, dass fühlen muss, wer nicht hören will. Die ist allerdings in diesem Fall unangebracht. Denn es sind nicht Jung und Bush, die ihren Kopf hinhalten müssen.
>>Weiter im Takt...

Freitag, 5. September 2008

Kommunistisches Manifest als Zeichentrick

Karl Marx ist wieder da. Seit geraumer Zeit werden seine Werke wieder vermehrt gelesen. Sein Hauptwerk wird in gut besuchten "Kapital"-Lesekursen behandelt und auch Sekundärliteratur wie Kapital.doc oder die "Das Kapital" erklärenden Bücher von Michael Heinrich verkaufen sich gut.

Für den Einstieg eignet sich allerdings das zusammen mit Friedrich Engels verfasste Kommunistische Manifest besser.

Viel zitiert werden daraus vor allem jene Passagen, in denen das beschrieben wird, was man heute mit dem Begriff "Globalisierung" bezeichnet. Für Lesefaule gibt es das als Zeichentrick:

>>Weiter im Takt...

Donnerstag, 4. September 2008

The 100-Year-Old Photo Blog

Blogperlen gibt's, da kommt jeder auf den Geschmack: Technikfreaks, Kuriositätensammler und Spiritisten. Zum Beispiel bei Shorpy - The 100-Year-Old Photo Blog. Dort kann man Highlights aus der Frühgeschichte amerikanischer Fotografie bestaunen - gut sortiert in zahlreichen Themengalerien.

So sah zum Beispiel der iPod 1.0 aus:




Bush hat sie im Irak nicht gefunden, aber Shorpy zeigt sie, die Smoking Gun. Ein recht gewagter "Versuchsaufbau" zum Test schusssicherer Westen:



Einer meiner Favoriten ist dieser Schnappschuss: Eichhörnchenjagd im tiefsten Mississippi, Yiiiiiiihaaa:



Zum Blog gibt es auch eine bebilderte (wahre) Geschichte aus der Zeit der "industriellen Revolution": Pate für den Namen der website stand der blutjunge Hilfs-Bergarbeiter Henry Sharpe Higginbotham, kurz: Shorpy. Mit 14 malochte Shorpy (siehe Foto unten) bereits im Stollen, stets in Gefahr, von den Kohlenwagen überfahren zu werden. Als ihn ein Felsen zerschmetterte, war er gerade 31 Jahre alt. Sein Kind sollte er nicht mehr sehen können. Es wurde erst mehrere Monate nach Shorpys Tod geboren.

>>Weiter im Takt...

Das fossile Verkehrsregime

Der Gütertransport auf der Schiene boomt. Wie das Statistische Bundesamt vorgestern mitteilte, verzeichnet der Schienengüterverkehr im 1. Halbjahr gegenüber dem Vorjahreszeitraum ein Plus von 5,4 Prozent.

Ist also alles okay mit der Bahn? Sind die Proteste gegen die weitere Privatisierung des Unternehmens nur Nörgelei? Und wie steht es mit den ökologischen Folgen zunehmender Transporte? Hat die Regierung endlich ihr Versprechen eingelöst, mehr Verkehr auf die Schiene zu bringen?

In zwei Artikeln beschäftige ich mich mit den (globalen) Entwicklungen des Verkehrs, den ökologischen Folgen und welchen Pfad die Politik mit dem Börsengang der Bahn eingeschlagen hat:
  • Globalisierung und Verkehr: Die Luft ist vergiftet - Trotz Klimaschutzpaket: Während die Bundesregierung mit aller Macht die Bahn privatisieren will, plant das Verkehrsministerium den Ausbau der Autobahnen. Dass LKWs und PKWs gegenüber öffentlichen Transportmitteln Vorfahrt haben, ist kein Zufall...
  • Masterplan für Stau und schlechte Luft: Mit einem milliardenschweren "Masterplan" will die Bundesregierung den drohenden Verkehrsinfarkt im Güterverkehr abwenden. Dauerstaus und Klimakollaps lassen sich allerdings damit nicht verhindern. Denn es werden neue Straßen gebaut, die mehr Verkehr erzeugen...
>>Weiter im Takt...

Verkehrte Welt

Gewerkschaften, soziale Bewegungen und globalisierungskritische NGOs stehen für mehr Demokratie und soziale Rechte. Sollten sie jedenfalls.

In Thailand hingegen scheint die Welt Kopf zu stehen. Dort unterstützen Teile dieser Organisationen das oppositionelle "Volksbündnis für Demokratie" (PAD), das ganz im Gegensatz zu seinem Namen eine stärkere Rolle des Militärs und die Einschränkung von Wahlen fordert. Der Machtkampf zwischen Regierung und Opposition in Thailand ist einer zwischen zwei Flügeln der Herrschenden - beide korrupt und nationalistisch.

Der thailändische Politikwissenschaftler und Globalisierungskritiker Giles Ji Ungpakorn über den Streit der Herrschenden in Thailand und die Spaltung der sozialen Bewegungen:
"In den vergangenen Jahren und erst recht seit dem Putsch vom September 2006 war die thailändische Gesellschaft so hypnotisiert, dass sie die wahren sozialen und politischen Themen vergaß. Stattdessen haben die gesamte Gesellschaft und - was noch tragischer ist - die sozialen Bewegungen wie gebannt auf den Kampf zwischen den beiden Fraktionen der herrschenden Klasse Thailands geblickt..." Weiter ...
>>Weiter im Takt...

Mittwoch, 3. September 2008

Kooperation der Generationen


Damit einer die Treppe herauffällt, müssen andere sie eben herunterfallen, meint die Senioren-Union. Deshalb hat die Arthrose-Vereinigung der CDU beschlossen, den 29-jährigen Philip Mißfelder ins CDU-Bundespräsidium zu hieven.

Mißfelder ist bei Gehbehinderten als Querdenker beliebt: Treffsicher unter die Gürtellinie zielte er 2003 mit seiner Bemerkung, dass er nichts davon halte, "wenn 85-Jährige noch künstliche Hüftgelenke auf Kosten der Solidargemeinschaft bekommen." Früher seien die Leute schließlich auch auf Krücken gelaufen, sagte er damals. Früher hätte man einem solchen Rotzlöffel aber auch die Gehhilfe in die Eier gerammt, meinten Kritiker.

Auf Anfrage von Journalisten konnte der Bundesvorsitzende der Senioren-Union weder Gründe für die Entscheidung noch seinen Namen angeben.

>>Weiter im Takt...

Montag, 1. September 2008

Michael Moore an Gott

An Open Letter to God: "Dear God, The other night, James Dobson's organization asked all believers to pray for a storm on Thursday night so that the Obama acceptance speech outdoors in Denver would have to be canceled.

I see that You have answered Dr. Dobson's prayers -- except the storm You have sent to earth is not over Denver, but on its way to New Orleans! In fact, You have scheduled it to hit Louisiana at exactly the moment that George W. Bush is to deliver his speech at the Republican National Convention.

Now, heavenly Father, we all know You have a great sense of humor and impeccable timing. To send a hurricane on the third anniversary of the Katrina disaster AND right at the beginning of the Republican Convention was, at first blush, a stroke of divine irony. I don't blame You, I know You're angry that the Republicans tried to blame YOU for Katrina by calling it an "Act of God" -- when the truth was that the hurricane itself caused few casualties in New Orleans. Over a thousand people died because of the mistakes and neglect caused by humans, not You." Weiter ...

>>Weiter im Takt...

"Neueste Nationale Nachrichten"

extra3-Satire-Video: Der "Föhrer" u.a. über die "Schnarchzapfen" der NPD und die "Erfüllungsgehilfen" der "Torgauer Zeitong"


(NDR extra 3 / via redblog)
>>Weiter im Takt...