Donnerstag, 30. Oktober 2008

Pickelhering über Solaren Sozialismus

Am kommenden Samstag halte ich in Berlin auf dem Kongress "Marx is Muss 2008" ein Referat zum Thema "Solarer Sozialismus - Alternative zu Atom und Kohle?" Nach dem 30-minütigen Vortrag ist reichlich Zeit für Diskussion. Fragen, die u. a. beantwortet werden sollen:
  • Woher kommt Umweltverschmutzung?
  • Ist Öko-Kapitalismus möglich?
  • Kann es eine billige UND saubere Energieversorgung geben?
  • Welches Potential haben erneuerbare Energien?
  • Wie kann eine sozial und ökologisch nachhaltige Gesellschaft aussehen?
  • Was kann jeder von uns tun?
Zeit: Samstag, 1. November 2008, 16:45 Uhr bis 18:30 Uhr
Ort: Raum B, Alte Feuerwache e.V., Axel-Springer-Str. 40/41, 10969 Berlin-Kreuzberg
Verkehrsanbindung: U6: Kochstraße / U2: Spittelmarkt / U8: Moritzplatz /Bus: M29, 248
Unkostenbeitrag für diese Veranstaltung: Berufstätige: 3 Euro / Ohne regelmäßiges Erwerbseinkommen: 2 Euro / Jugendliche unter 16 Jahren: 1 Euro

Marx is Muss-Kongress in BerlinDer Kongress, der eine ganze Reihe von Veranstaltungen zu verschiedenen Themen umfasst, beginnt bereits am Freitag, den 31. Oktober um 13 Uhr und dauert bis Sonntag, 2. November, 14 Uhr

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Dienstag, 28. Oktober 2008

Finanzkrise verständlich erklärt

Finanzkrise? Da kann keiner durchblicken. Das hört man selbst von Börsen- und Wirtschaftsexperten häufig. Aber es stimmt nicht. Dass man Ursachen und mögliche Folgen auch leicht verständlich beschreiben kann, beweisen diverse Autoren des Magazins marx21. Die aktuelle Ausgabe hat einen Schwerpunkt zur Finanzkrise. Mehrere Artikel sind online verfügbar.
Aus: marx21, Heft 8, November 2008:

Eine neue Ära
"Der Turbokapitalismus ist ins Schleudern geraten. marx21 zieht politische Konsequenzen aus der Finanzkrise..."

Auf die Finger schauen
"Rettungspakete, Konjunkturprogramme, Regeln für die Finanzmärkte – Regierungen diskutieren heute Maßnahmen, die sie gestern noch verteufelt haben. marx21 nimmt die neue Lust am Staat unter die Lupe..."

Systemfehler
"Yaak Pabst erklärt, warum das Versagen des Marktes kein Zufall ist..."

Kapitalismuskritik 2.0
"Volkhard Mosler meint, die Krisentheorie von Karl Marx sei aktuell wie nie..."

Thesenpapier: Krisenfest werden!
"Die Finanzmarktkrise und eine drohende Rezession werfen ihre Schatten auf das Superwahljahr 2009. DIE LINKE hat eine historische Chance – und eine Verantwortung, den Widerstand aufzubauen, meinen Christine Buchholz und Klaus-Dieter Heiser..."
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Montag, 27. Oktober 2008

Das war mal eine Bank


"Washington Mutual"−Graffito (Quelle: failblog.org)

Wär das nix für die Kommunikations- und Spaßguerilla hierzulande?
"Washington Mutual" war im Bereich der Vermögensverwaltung die sechstgrößte Bank der USA. Am 25. September brach "Washington Mutal" in der Finanzkrise zusammen und wurde zum größten Teil vom Finanzkonzern J.P. Morgan Chase übernommen (Angaben nach Wikipedia).
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Warum sollen WIR für IHRE Krise zahlen?



"Nicht auf unsere Kosten - Die Profiteure sollen zahlen!" Unter diesem Motto ruft das globalisierungskritische Netzwerk Attac anlässlich der Finanzkrise für den 30. Oktober zu einer Protestkundgebung vor dem Bundesfinanzministerium in Berlin auf.
+++ Donnerstag, 30. Oktober, 17 Uhr vor dem Bundesfinanzministerium, Wilhelmstraße 97, Berlin-Mitte, U/S Potsdamer Platz, >> Infos im Internet... +++

"Wir fordern die Bundesregierung auf, die Profiteure der unregulierten Finanzmärkte die Zeche für die Krise zahlen zu lassen, statt den Banken das Geld der Steuerzahlerinnen und Steuerzahler hinterher zu werfen", sagte Pedram Shahyar, Mitglied im Attac-Koordinierungskreis.

Die kommende Rezession drohe, soziale Ungleichheit und Armut weiter massiv zu verschärfen. "Die Bundesregierung ist in den vergangenen Tagen sehr entschieden gewesen, als es darum ging, die Banken zu retten. Für die Bürgerinnen und Bürger hat sie bisher nicht mehr als laue Worte und ein bisschen Kosmetik übrig gehabt. Wir brauchen jetzt aber nicht nur einen Schutzschirm für Banken, sondern vor allem einen Schutzschirm für die Menschen", betonte Pedram Shahyar.

Attac fordert eine Sonderabgabe auf Vermögen zur Finanzierung des Banken-Rettungspaket sowie massive Investitionen in eine soziale und ökologisch nachhaltige Infrastruktur, um die verheerenden sozialen Folgen der drohenden Wirtschaftskrise abzumildern. Die Hilfe für Banken müsse an einen echten Systemwechsel gekoppelt werden, der mit der Dominanz der Finanzmärkte bricht.

Pedram Shahyar: "Die Menschen sind nicht mehr bereit, den Irrsinn eines Systems zu ertragen, in dem steigender gesellschaftlicher Reichtum Krisen auslöst, deren Kosten die Verlierer des Systems tragen müssen. Der Unmut ist groß. Am 30. Oktober fangen wir an, ihn auf die Straße zu tragen."

Die Attac-Kundgebung wird unter anderem von ver.di (Bezirk Berlin), dem "Aktionsbündnis Sozialproteste", den Bundesverbänden der Grünen Jugend und der LINKEN sowie der Interventionistischen Linken unterstützt.

Parallel zu der Aktion in Berlin sind für den 30. Oktober dezentrale Demonstrationen in mehreren Städten geplant, zu denen lokale Attac-Gruppen mobilisieren.

+++ Donnerstag, 30. Oktober, 17 Uhr vor dem Bundesfinanzministerium, Wilhelmstraße 97, Berlin-Mitte, U/S Potsdamer Platz, >> Infos im Internet... +++
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Sonntag, 26. Oktober 2008

Neue Umweltbewegung: Aktionstour gegen Kohlekraft

Obwohl die Berichte des UN-Klimarates die Öffentlichkeit aufgerüttelt haben, war lange Zeit von einer aktiven Umweltbewegung auf der Straße nichts zu bemerken. Das ändert sich derzeit.

In zahlreichen Städten und Gemeinden haben sich Bürgerinitiativen gegen den Bau von mehtreren Dutzend neuen Kohlekraftwerken gegründet. Am internationalen Klimaaktionstag sind im vergangenen Dezember auch in Deutschland Tausende auf die Straße gegangen, um zu verhindern, dass der Bau von Klimakillern das fossile Energiesystem in deutschland für die nächsten 40 Jahre zementiert.

Mit der "Aktionstour gegen neue Kohlekraftwerke" hat die Kampagnenorganisation "campact.de - Demokratie in Aktion" kürzlich den Protest erneut in die Öffentlichkeit getragen. Zwei Wochen lang sind Aktivisten durch 11 Städte gezogen, um für eine saubere und bezahlbare Energieversorgung zu streiten. Die Tour hat bei Bürgern und Presse für Aufmerksamkeit gesorgt.

Der Tourfilm berichtet über das Anliegen und den Erfolg der Aktionen, weitere Berichte finden sich im Tour-Blog. Stationen waren zwischen dem 8. und 22. Oktober: Berlin, Mannheim, Düsseldorf, Krefeld, Köln, Mainz, Hanau, Brunsbüttel, Stade, Dörpen und Schwerin.


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Industrielle Reservearmee 2.0



Arbeit in der vierten Dimension ist offenbar ein Traumjob. Auf einen solchen sind die Leute richtig heiß und es gibt immer mehr, die der Versuchung nicht widerstehen können. Deswegen darf die Konstanzer "discount - zeitarbeit GmbH" auch Personal anpreisen wie Frischfleisch: "Geile Leute! Geile Preise!"

Zur Rubrik: Lästerzunge - Satire
Geordert wird online, eben "Billig! Schnell! Einfach!" Nach dem Motto Ruf! Mich! An! können ganze Fleischberge - "ohne auf Qualität zu verzichten" - bestellt und bis zu "80 % der marktüblichen Preise" gespart werden. Da werden Bosse feucht vor Freude.

Und jeder Erwerbslose darf dankbar sein, dass es solche innovativen, internetaffinen und sogar preisgekrönten Menschenhändler Personalvermittler gibt. Da macht es richtig Spaß, wieder Ware Arbeitskraft zu werden. Jeden Morgen aufstehn mit dem Entzückensschrei: Ich bin so heiß auf meine Zeitarbeit! Abends zu Bett gehen mit der beruhigenden Gewissheit: Geilgeilgeil, wieviel Monat ich noch am Ende meines Geldes übrig haben werde!

Über das Heer der Arbeitslosen als billige Verfügungsmasse für Unternehmer hat ein kluger Mann vor langer Zeit geschrieben: Es "bildet eine disponible industrielle Reservearmee, die dem Kapital ganz so absolut gehört, als ob es sie auf seine eignen Kosten großgezüchtet hätte. Sie schafft für seine wechselnden Verwertungsbedürfnisse das stets bereite exploitable [ausbeutbare, PH] Menschenmaterial (...)" Geschrieben hat das Karl Marx. Den sollte man wieder lesen.

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Samstag, 25. Oktober 2008

Palin Rap

Palin Rap

Um Wahlen zu gewinnen, ist jedes Mittel recht, auch, sich zum Idioten zu machen. Sarah Palin beherrscht das gut: Auf "Saturday Night Live" machte die waffennärrische Elchjägerin Grimasse und unpassende Gestik zum "Palin Rap" der Comedian Amy Poehler.
Hier das Palin-Rap-Video auf NBC.com - plus Text (inclusive Übersetzung ins Deutsche)



Ich finde, der deutsche Wahlkampf sollte us-amerikanischer werden. Damit bildhaft wird, dass wir von gehirngelähmten Kompetenzsimulanten regiert werden.

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Dienstag, 7. Oktober 2008

USA: Proteste gegen Rettungspaket für Wall-Street-Millionäre

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In zahlreichen US-Städten machten Demonstranten ihrem Ärger darüber Luft, dass der Staat Spekulanten mit Steuergeldern hilft, Arme und Arbeitnehmer hingegen im Stich lässt.
Trotz der Verabschiedung des 700 Milliarden Dollar schweren Finanzrettungsplan für die Wall Street ist der Aktienindex Dow Jones weiter um fast 500 Punkte gefallen. Denn nach Veröffentlichung der US-Arbeitsmarktdaten befürchten viele Anleger, dass sich eine Rezession nicht mehr verhindern lässt.

Kritischer als die Abgeordneten des US-Repräsentantenhauses, die den Plan zunächst mehrheitlich ablehnten, dann doch zustimmten, sieht die amerikanische Bevölkerung den Bailout. Im Vorfeld der Abstimmungen bombardierten Bürger ihre Parlamentsvertreter mit E-Mails und protestierten gegen das Rettungspaket. Zeitweise ist der Server des Repräsentantenhauses deswegen zusammengebrochen.

Proteste in 200 Städten

Schon Ende September machten US-Bürger in mehreren Städten ihrem Ärger über das Rettungspaket Luft, wie das amerikanische Online-Magazin SocialistWorker.org berichtet: "Das ist Wohlfahrt für große Investmentbanken" sagte eine Teilnehmerin eines Protestmarsches durch den Finanzdistrikt von New York. "Gleichzeitig haben Menschen keine Unterkunft, können sich keine Gesundheitsversorgung leisten und überleben nur mit Mühe. Das ist Betrug und dagegen protestieren wir."

Barbara Hickernell, die ebenfalls in New York protestierte, erzählte, dass die Finanzkrise ihren Pensionsfond getroffen habe: "Ich muss nun vier Jahre mehr arbeiten, um den Verlust wieder auszugleichen. Ich wollte meinen Kindern eigentlich ein besseres Leben ermöglichen, als ich es gehabt habe. Aber ich glaube nicht, das das klappen wird."

Während in Washington D.C. über das Rettungspaket für Spekulanten beraten wurde, protestierten nur einige Blocks entfernt Aktivisten gegen die kurz vor dem Winter geplante Schließung der letzten Notunterkunft für Obdachlose in der Innenstadt. Das Gebäude soll an einen privaten Investor verkauft werden. Ob wohl sich der Protest primär gegen die Schließung richtete, zogen die Aktivisten die Verbindung zum Bailout für Wall-Street- Millionäre.

Insgesamt fanden Ende September in rund 200 Städten und Gemeinden ähnliche Proteste statt. An den meisten der kurzfristig organisierten Aktionen nahmen mehrere dutzend bis hunderte Menschen teil. Vor der New Yorker Börse demonstrierten etwa 1000.

"Rettet Krankenhäuser statt Banken"

Am 1. Oktober veranstaltete das Arbeitnehmerrechte-Bündnis "Jobs with Justice" (Menschenwürdige Arbeitsplätze) mit Unterstützung mehrerer Gewerkschaften einen landesweiten Aktionstag unter dem Motto "Keine Blankoschecks für die Wall Street".

Beim Protest in New York attackierte John Sweeney, Präsident des Gewerkschaftsdachverbandes AFL-CIO die Regierung: "Die Bush-Administration will, dass wir die Zeche zahlen für einen Wall Street-Bailout, der nicht einmal die Ursachen der gegenwärtigen Krise berührt. Wir wollen, dass unsere Steuergelder dafür verwendet werden, Millionen arbeitender Menschen zu unterstützen und nicht an eine privilegierte Bande überbezahlter Manager ausgezahlt werden."

Gemeinsame Forderung der Aktivisten ist eine bessere Verwendung staatlicher Gelder für Gesundheitsversorgung, bessere Bildung und die Schaffung menschenwürdiger Arbeitsplätze.

Am Protest in Chicago beteiligte sich die Gewerkschaft für Pflegekräfte NNOC und forderte von der US-Regierung andere Prioritäten: "Rettet Krankenhäuser statt Banken" stand auf einem der NNOC-Plakate. Eine NNOC-Krankenschwester meinte in ihrer Rede zu den Protestierenden wütend: "Als mein Mann und ich 2004 unsere Gesundheitsversicherung und Lebenshaltungskosten nicht mehr bezahlen konnten und pleite gingen, ja glaubt ihr, da war jemand da, der für uns ein Rettungspaket geschnürt hat? Nein!"

Eine andere Aktivistin machte darauf aufmerksam, dass nicht nur für Spekulanten, sondern auch für den Krieg im Irak Milliarden verschleudert werden.

(mit Material von SocialistWorker.org)
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Mittwoch, 1. Oktober 2008

Geheimdienst-Fotos bei Ebay

Wenn das keine Zeitungsente ist, ist es ein Brüller: Eine bei Ebay für eine geringe Summe ersteigerte Digitalkamera hat Daten des britischen Auslandsgeheimdienstes MI6 enthalten. Als der Käufer seine Urlaubsfotos herunterlud, entdeckte er Dateien mit Informationen über Leute, die der MI6 für Al-Kaida-Terroristen hält.
Na, dagegen ist das Verscherbeln von SKL-Daten professioneller organisiert worden. Wenn es ums Verticken geht, backt auch der BND größere Brötchen als seine britischen Kollegen. Mit Fotos gibt sich der bundesrepublikanische Auslandsgeheimdienst gar nicht erst ab. Es musste schon Plutonium sein.

[gefunden bei spreeblick.com]
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